Unter den drei Monden von Ewa A.

 

Verlag: Dark Diamonds
Seitenzahl: 428
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2016
Bewertung: 5 Sterne

Kurzbeschreibung:

Die 19-jährige bildhübsche Kadlin ist die einzige Tochter des Stammeshäuptlings der Smar. Keine leichte Rolle für eine fast erwachsene Frau, die nach den Regeln ihres Volks längst verheiratet sein sollte. Doch anstatt dass sie sich wie alle anderen Mädchen auf dem Sonnenfest nach einem Mann umsehen darf, wurde ihre Hand bereits dem Stammessohn der herrschsüchtigen Ikol versprochen. Eigensinnig wie sie ist, geht sie dennoch hin, um dort den einzigen Mann zu umgarnen, der ihr Schicksal wenden könnte: Bram, den stattlichen Kriegersohn des Feindesstamms. Allerdings läuft nicht alles nach Plan und ehe sich Kadlin versieht, muss sie als Knabe verkleidet flüchten. Dabei landet sie ausgerechnet in Brams Trainingslager, wo dieser junge Krieger auf ihre Mannesprüfung vorbereitet…

Meine Meinung:

Kadlin ist die Tochter des Stammeshäuptlings der Smar. Um sein Volk zu stärken und in einem neuen Kampf bereit zu sein, will er das Kadlin den Stammessohn der Ikol heiratet. Doch Kadlin hat andere Pläne, beim Fastmö an dem alle Stämme friedlich zusammen feiern, will sie versuchen Bram zu umgarnen den Stammessohn des verfeindeten Volks der Unaruen. Damit hofft Kadlin sich Frieden für die Völker. Doch dann läuft es aus dem Ruder und plötzlich wird Kadlin Zeugin eines Mörders. Der Mörder möchte sie auch beseitigen, so das Kadlin und ihre beste Freundin Lijufe davon laufen. Ihr einziger Ausweg, sich als Männer zu verkleiden und zu fliehen. Aber dann landet sie dadurch im Trainingslager von Bram und seinem Freund Dagur. Kadlin und Lijufe versuchen ihre Rolle als Jungs so gut es geht zu spielen und sich nicht zu verraten. Doch dabei verliebt sich Kadlin immer mehr in Bram.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Es stürmten so viele Namen auf mich ein, sei es von Charakteren, Stämmen, Lebewesen oder Gepflogenheiten eines Stammes. Da war ich anfangs doch das eine oder andere Mal verwirrt.
Schnell weiß man dann welcher Charakter wo hin gehört und bildet sich auch eine Meinung.

Kadlin ist die Tochter des Smar Häuptling und zum Wohle der Smars soll sie den Sohn des Ikol Oberhaupts heiraten. Doch von ihrem Bruder erfährt sie wie Hadd Frauen behandelt und denkt gar nicht daran zu heiraten.
Sie will lieber den Frieden bewahren und versucht daher einen anderen Ausweg zu finden.
Kadlin ist ganz schön dickköpfig, aber auch kämpferisch. Als sie bei Bram im Trainingslager landet, muss sie sich beweisen. Denn jeder denkt ja dass sie ein Junge ist. Und Kadlin beißt sich durch.
Ihr Charakter hat mir von Anfang angefallen, sie ist eben eine starke Persönlichkeit und auch wenn sie aus Angst flieht, sie geht ihren Weg.

Lijufe ist Kadlins beste Freundin und die beiden gehen durch dick und dünn. Lijufe ist ganz anders als Kadlin, die beiden ergänzen sich und  treten für einander ein. Lijufe ist wirklich eine wunderbare Freundin, sie hilft Lijufe mit ihrem Plan während des Fastmö und flieht dann auch zusammen mit ihr. So ist Kadlin nie allein und hat ständig ihre Freundin an ihrer Seite.

Bram ist der Sohn des Stammesoberhaupts der Unaruren. Genau dem Volk das die Smar am meisten hassen. Den diese beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit und durch einen Streit damals kommt es immer wieder zu Krieg der beiden Völker.
Bram ist ein Krieger, aber auch ein lieber Kerl. Er hält Kadlin, für einen schmächtigen Jungen dessen Vater weg gelaufen ist. Deswegen versucht er Kat, wie sich Kadlin im Lager nennt, so gut es geht zu unterstützen. Dass sie dabei seine Gefühle durch einander bringt, kann er gar nicht verstehen. Immerhin ist Kat für ihn ein Kerl.
Bram schließt man auch wirklich schnell in sein Herz, er ist zwar ein Krieger, aber mit einem guten Kern.
Schnell merkt man das Kadlin und Bram auf einer Wellenlänge liegen, wären da nur nicht ihre verfeindeten Stämme.

Die Geschichte verläuft wirklich interessant, den Bram lernt Kadlin schon beim Fastmö kennen und auch dessen Freund Dagur, der dort ein Auge auf Lijufe wirft. Doch als die beiden hören das die Damen Smar sind, halten sie es für einen gemeinen Plan.
Das die beiden Mädchen dann als Jungs in ihr Trainingslager mitkommen, davon hat Bram keine Ahnung. Dadurch gibt es einige lustigen Szenen, bei denen man als Leser herzhaft lachen muss.
Das schöne ist, die Geschichte ist so schön unvorhersehbar. Immer wieder passiert irgendwas mit dem man nicht rechnet. Ständig gibt es spannende Szenen, aber dann auch wieder ruhiger Szenen. Das alles hat mir sehr gut gefallen und auch das Ende war wirklich schön bzw. mit einer interessanten Wendung.

Fazit:

Mit „Unter drei Monden“ hat Ewa A. eine wirklich tolle Geschichte geschaffen, die mich von Anfang bis Ende unterhalten konnte. Daher vergebe ich 5 Sterne.

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