Forbidden Touch: Sieben Sekunden von Kerstin Ruhkieck

Verlag: Impress
Seiten: 346
Buchreihe: Ja (Band 1)
Erscheinungsdatum: 7. April 2016
Bewertung: 4 Sterne

Kurzbeschreibung:

Es braucht für einen Menschen nur eine Berührung von sieben Sekunden, um sich zu verlieben. Aber Liebe ist eine der vielen Gefahren, die unkontrollierte Nähe mit sich bringen könnte. Um die Menschen davor zu schützen, wird in der neuen Welt von AurA Eupa jegliche Berührung strengstens überwacht. Die Bevölkerung ist eingeteilt in die drei Ligen der Schönheit, der Kontakt zwischen ihnen verboten. Doch als die junge Novalee aus der durchschnittlichen Liga 2 in die Siedlung der Unverheirateten zieht und auf Graey trifft, ist sie sich der staatlichen Ordnung nicht mehr sicher. Graey ist nicht durchschnittlich, sondern höchst attraktiv. Und sieben Sekunden können unendlich kurz sein…

Meine Meinung:

Novalee ist 18 und noch immer nicht verheiratet, deswegen muss sie in die Siedlung der Unverheirateten umziehen. Hier möchte sie so schnell wie möglich wieder weg und einen Ehemann finden. Doch dann trifft sie auf Graey, der so gar nicht wie eine zwei aussieht. Den in AurA Eupa, wo Novalee lebt, sind die Menschen auf Grund ihrer Schönheit in drei Ligen eingeteilt.
Novalee merkt schnell das Graey anders ist und trotzdem sucht er immer wieder ihre Nähe, dabei ist es doch verboten sich zu berühren.
Zur gleichen Zeit hat ihr Cousin Crish ganze andere Probleme, er steht kurz vor seiner Sichtung in welche Liga er gehören soll. Er hat panische Angst in Liga drei abzusteigen und seine Familie verlassen zu müssen. Doch bei der Sichtung lernt er Asher kennen, der ihm seine Freundschaft anbietet. Aber ist es das was Crish wirklich will?

Erst einmal muss ich sagen dass es mich etwas verwirrt hat, das die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Novalee geschrieben war, sondern dass es auch Kapitel von ihrem Cousin Crish gibt.
Anfangs habe ich nicht verstanden was das ganze soll und es war mir ehrlich gesagt lästig, weil ich wissen wollte wie es mit Novalee weiter geht. Aber im Laufe des Buches erkennt man, warum die Autorin diese zweite Sichtweise gewählt.

Novalee ist 18 und nicht verheiratet, das entspricht nicht dem System. Deswegen muss sie umziehen in die Siedlung der Unverheirateten. Dort möchte Novalee so schnell wir möglich einen guten Ehemann finden. Den Novalee ist jemand der sich an die Regeln der Regierung hält und versucht diese so gut es geht einzuhalten. Deswegen hält sie auch nicht viel von ihrer neuen Nachbarin Leilani, die so offensichtlich die Regeln verletzt. Und doch kann sie sich auf Leilani verlassen.
Irgendwann fand ich es auf der einen Seite gut das Novalee mal nicht der typische Romancharakter ist der sofort rebelliert und alles in Frage stellt. Aber ab und zu hat es auch genervt, Graey will ihr z.B. erzählen was ihm wiederfahren ist und sie will es einfach nicht wissen. Da hätte ich sie doch gern geschüttelt und gesagt, aber ich will es wissen.

Graey wohnt direkt neben Novalee, er scheint anders zu sein. Novalle findet z.B. das er überhaupt nicht wie eine 2 aussieht. Aber er wohnt ja in der Siedlung der 2er und doch scheint er ein Geheimnis zu haben. Schnell merkt man dass er Novalee vertraut und sich ihr mitteilen möchte, was diese aber nicht will. Sie will sie von ihm fern halten, den sie hat Angst das Graey Ärger bedeuten könnte.

Parallel zu Novalees Geschichte, erfahren wir die Geschichte von Crish. Dieser steht kurz vor seinem 17 Geburtstag und wird daher gesichtet. In der Sichtung geht es darum zu erfahren welcher Liga man zugeordnet ist.
Crish ist ein sehr ängstlicher Charakter, der sich nicht wirklich zur Wehr setzt. Ehrlich gesagt hat mich seine passive Haltung ab und zu doch gestört.

Die dystopische Welt die Kerstin Ruhkieck erschafft, ist schon sehr unmenschlich. Nicht nur das die Menschen in Ligen eingeteilt sind, die auf das Aussehen ausgerichtet sind. Auch Berührungen jeder Art sind verboten bzw. sollen auf ein Minimum beschränkt werden. Jede Berührung wird an eine Zentrale Stelle gemeldet und bei Berührungen über 7 Sekunden geht eine Warnleuchte in der Zentrale an. Den dies ist verboten und nur Ehepartner vorbehalten. Aber es gibt noch weitere strenge Regeln in dem Nachfolgermodel von Europa wo man als Leser doch oft den Kopf schüttelt. Aber gerade das macht das Buch auch interessant, den für mich war das ganz etwas völlig neues.

Der Schreibstil von Kerstin Ruhkieck ist angenehm und flüssig. Sie schafft es mit kleinen Cliffhanger am Ende der Kapitel, einen total neugierig auf das nächste Kapitel zu machen. Aber vor allem wenn die Sicht wechselt, da will man wissen wie es z.B. mit Novalee weiter geht, aber man muss ja erst die Kapitel von Crish lesen.

Das Ende hat dann doch einen für mich gemeinen Cliffhanger, der sehr neugierig auf den nächsten Band macht. Ich hoffe dieser erscheint bald, wenn ich will wissen wie es weiter geht.

Fazit:

Die Geschichte an sich war interessant zu lesen. Aber ab und zu störte mich das passive Verhalten von Novalee und Crish. Auch das sich Novalee so streng an die Regeln hält und nichts hinterfragt, deswegen vergebe ich 4 Sterne für die Geschichte. Werde aber trotzdem zum Folgeband greifen, da es mich doch interessiert wie es weiter geht.

Schreibe einen Kommentar