Blutland – Von der Leidenschaft gerufen von Delilah S. Dawson

Verlag: Bastei Lübbe 
Seiten: 464
Buchreihe: Ja
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2013
Bewertung: 3 Sterne
Du siehst es, du willst es. Ein Medaillon! Darin ein Bild eines jungen Mannes und es zieht dich sofort in seinen Bann. So geht es Letitia die bei einem Hausflohmarkt einer ehemaligen Patientin ein Medaillon entdeckt. Es zieht sie magisch an und sie nimmt es mit und legt es sich um den Hals. Und als sie abends einschläft, wacht sie völlig nackt in einer anderen Welt auf.

Kurzbeschreibung:

Letitia glaubt, noch zu träumen, als sie sich völlig nackt an einem seltsamen Ort mitten in der Wildnis wiederfindet. Dann taucht ein attraktiver Fremder auf und erklärt, dass er sie mittels Magie in seine Welt gerufen hat. Kann das wahr sein? Ist sie wirklich in einer Parallelwelt gefangen? Doch wie könnte es anders sein, wenn sich verführerische Küsse ebenso echt anfühlen wie die scharfe Klinge eines Messers?

Meine Meinung:

Letitia war schon immer eine intensive Träumerin und so hält sie ihr Auftauchen in Sang ebenfalls für einen Traum. Immerhin ist sie auf der Erde gerade erst eingeschlafen, also muss dieses Land und der Mann der sich ihr als Criminy vorstellt ein Traum sein.
Doch wenn sich Letitia in Sang schlafen legt, dann wacht sie in der richtigen Welt wieder auf und in Sang erst wieder wenn sie sich in der richtigen Welt schlafen legt. Diese Möglichkeit muss an dem Medaillon liegen, das sie zwischen den Welten reisen kann.
Criminy behauptet Letitia gerufen zu haben und lange auf sie zu warten, er erkennt das sie eine Sehende ist und nimmt sie in seinem Wanderzirkus als Wahrsagerin auf. Während sie einem älteren Mann die Zukunft voraus sagt, wird der auf ihr Medaillon aufmerksam. Während der Nacht wird ihr dieses Medaillon gestohlen und Letitia sitzt plötzlich in Sang fest.
Zusammen mit Criminy macht sie sich auf den Weg das Medaillon zu finden.

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir das Cover ganz plötzlich ins Auge sprang. Also wurde ich Neugierig und las die Kurzbeschreibung. Das hörte sich interessant an und ich beschloss dieses Buch zu lesen.
In Sang ticken die Uhren anders, hier gibt es Bludmänner die sich von Blut ernähren. Menschen, die sogenannten Pinkies müssen ihre Haut bedecken, damit keine Bluttrinkendentiere auf sie aufmerksam werden.
Diese Bluttrinker, erinnern mich dann doch zu sehr an Vampire und ich hab mich mehr als einmal gefragt ob der Autor einfach auf den Vampire Hipe aufspringen wollte, aber eben in eine andere Richtung geht.
Und dann noch die Hasen und Ratten, die Menschen überfallen um ihr Blut zu trinken. Eigentlich ist man als Mensch in Sang nie sicher.

Criminy fand ich am Anfang einen recht interessanten Charakter, aber relativ schnell ging er mir auf die Nerven. Er hat Letitia durch dieses Medaillon gerufen und sieht sie von Anfang an als seinen Besitz an. Er spricht sie die ganze Zeit mit irgendwelchen Kosenamen an, was ja eigentlich ganz süß ist. Aber einem dann doch irgendwann auf die Nerven geht.
Letitia fühlt sich zu Criminy hingezogen, was ich ehrlich gesagt nicht verstehen kann. Sein ganzes Auftreten machte ihn mir mehr und mehr unsympathisch. Vor allem dieses davon ausgehen das Letitia auf jeden Fall sein „Eigentum“ ist.

Mit Letitia selber wurde ich auch nicht so richtig warm, sie ist eine junge Frau die frisch von ihrem Verlobten getrennt ist. Dieser hat sie ziemlich unterdrückt und sogar geschlagen. Ab und zu kam sie mir recht naiv vor, gerade was Criminy angeht. Sie vertraut ihm einfach viel zu schnell, dabei kennt sie ihn kaum und er ist immerhin ein Bludmann der sich auch von menschlichem Blut ernährt.

Und dann ganz plötzlich tauchte der Hauch Erotik im Buch auf, er war so überraschend und gar nicht vorhersehbar. Damit habe ich gar nicht gerechnet und wirkte für mich auch irgendwie fehl am Platz. Aber vielleicht hätte ich mir das auch denken können, nach dem Titel des Buches. Vielleicht gefiel es mir auch nicht, weil mir eben Criminys komische Hände und Schuppen dabei in den Sinn kamen. Ich kann es nicht genau sagen, wirkte es für mich fehl am Platz.

Normalerweise mag ich es ja wenn sich in einem Buch eine Liebesgeschichte anbahnt, aber in diesem Buch habe ich gar nichts gefühlt. Ich hab es gelesen, aber die Gefühle der beiden haben mich nicht berührt, sie kamen nicht mal richtig bei mir an.

Fazit:

Alles in Allem ist das Buch ganz in Ordnung, eine nette Lektüre für zwischen durch. Für mich aber mit einigen Schwächen. Deswegen gibt es nur 3 Sterne für diese Geschichte.
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