Zwischen jetzt und immer von Sarah Dessen

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 1. August 2006
Bewertung: 5 Sterne

Kurzbeschreibung:

Macy weiß, was sie keinesfalls will: Chaos. Denn Chaos macht ihr Angst, macht sie hilflos. Also trägt sie nach außen eine perfekte Fassade zur Schau und sucht sich einen hyperintelligenten Freund, der auf alles eine Antwort zu haben scheint: Jason. Was er ihr nicht geben kann, ist Wärme. Trotzdem ist Macy, als Jason eine Beziehungspause vorschlägt, am Boden zerstört. Und obwohl sie es so gründlich aus ihrem Leben verbannt hat, scheint jetzt eine gute Portion Chaos ihre einzige Rettung. Die kann sie haben – indem sie einen Job bei Wish Catering annimmt. Denn die Menschen, denen sie dort begegnet, bringen ihr Leben ins Rollen. Allen voran Wes …

Meine Meinung:

Macy musste vor 18 Monaten mit anschauen wie ihr Vater vor ihren Augen starb. Seitdem versucht sie perfekt zu sein, für sich und für ihre Mutter. Sie sucht sich den perfekten Freund, Jason, der immer auf alles eine Antwort weiß. Den Chaos kann Macy in ihrem Leben nicht brauchen.
Dann bricht Jason auf ins Sommercamp, Macy vermisst ihren Freund, auch wenn er ihr nicht immer die Zuneigung schenkt die sie sich wünscht. In einer email benutzt sie die drei magischen Worte. Daraufhin will Jason eine Beziehungspause einlegen, für Macy bricht eine Welt zusammen. Sie fasst einen spontanen Entschluss und beginnt bei Wish Catering. Dort herrscht das total Chaos, doch Macy beginnt dieses Chaos zu lieben, sich mit den Leuten und vor allem mit Wes anzufreunden. Doch Macys Mutter passt die Veränderung nicht, die Macy gerade durch macht. Sie möchte ihre Tochter wieder zurück in die perfekte Bahn lenken.

Die Geschichte hat mich schon vom Klapptext her angesprochen und dann sofort in ihren Bann gezogen. Am Anfang habe ich wirklich nicht verstanden warum Macy versucht perfekt zu sein. Doch langsam kam man hinter ihre Fassade. Macy habe ich schnell ins Herz geschlossen, doch ab und zu hätte ich sie am liebsten geschüttelt. Ich verstand nicht warum sie ihrer Mutter nie widersprochen hat, warum sie immer alles getan hat was sie von ihr wollte auch wenn Macy dadurch unglücklich war. Man merkte wie sie durch den Job bei Wish Catering auflebte.

Wish Catering, das besteht aus Delia der Chefin, die eigentlich immer im Chaos lebt. Kristy die ständig auf der Suche nach dem Richtigen ist. Deren Schwester Monica, die so gut wie nie etwas sagt und bei der Arbeit fast einschläft. Sowie den Brüdern Wes und Bert.
Schnell beginnt Macy sich mit den jungen Leuten anzufreunden. Jeder von ihnen ist etwas ganz besonderes und jeder hat seine eigene Geschichte. Sie haben alle irgendwas in ihrem Leben erlebt, mit dem sie so nicht gerechnet haben.
Mit Kristy versteht sie sich immer besser und die beiden werden Freundinnen. Kristy ist offen und ehrlich, sie sagt was sie denkt. Ihre Ansprache an Macy vor allen, fand ich passend und hat Macy und ihre Mutter vielleicht etwas wach gerüttelt.
Doch als Wes und Macy liegen bleiben, weil das Auto kein Benzin mehr hat, entwickelt zwischen den beiden eine wunderbare Freundschaft. Wes ist der Mensch mit dem Macy über alles reden kann, auch wenn es durch ein Spiel ans Licht kommt, das die beiden ständig miteinander spielen.
Zwischen Macy und Wes knistert es gewaltig, doch da beide irgendwie gebunden sind, können sie das selber nicht so richtig einordnen und sehen sich nur als Freunde. Dabei merkt ihr ganzes Umfeld, das da einfach mehr zwischen den beiden ist. Wes ist ein guter Zuhörer und verurteilt Macy nicht, es wird ihm nie zu viel, egal was sie ihm erzählt. Auch wenn Macy denkt, das es den Menschen zu viel wird, so bald sie sich öffnet.

Macys Mutter ist der totale Kontrollfreak. Wehe, es läuft nicht so wie sie es will. Sie will eine perfekte Tochter, die ihr hilft, die daheim ist, die lernt und am besten mit Jason zusammen bleibt, weil dieser einfach perfekt ist. Sie sieht gar nicht dass ihre Tochter, seit dem tot des Vaters unglücklich ist.
Einzig Carolina, Macys Schwester, versucht das ihrer Mutter immer wieder vor Augen zu führen, doch Macys Mutter verschließt die Augen vor den Tatsachen. Ich dachte ab und zu wirklich, man was ist das für eine Mutter. Aber sie versucht eben den Tot ihres Ehemanns zu verdrängen und für sie muss alles perfekt sein. Macy und ihre Schwester können einem da echt leid tun.

Die Geschichte hat mich berührt und sofort gefangen genommen. Ich verstand Macys Kummer wegen ihrem Vater, auch wenn ich selber noch nie in solch einer Situation war. Jason hingegen verstand ich nicht, da dachte ich eher genauso wie Kristy.
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte einfach total im Macys Welt mitgenommen. Ich fühlte mich beim Lesen richtig abgeholt und wohl. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen, mir viel es echt schwer es aus der Hand zu legen und auf etwas anderes zu konzentrieren.

Eine Frage zum Schluss bleibt allerdings bzw. keine Frage, sondern es gibt eines das ich noch gern gelesen hätte und zwar hätte mich noch interessiert wie Wes auf das verspätete Weihnachtsgeschenk von Macys Vater für sie reagiert.

Fazit:

Das Buch hat mich berührt, die Geschichte hat mich gefangen genommen. Macys perfekte / chaotisch Welt war einfach interessant zu lesen. Deswegen gibt es für diese Geschichte 5 Sterne.
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