Verlieb dich nie in einen Vargas von Sarah Ockler

Verlag: cbt
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 26. August 2013
Bewertung: 4 Sterne

Kurzbeschreibung:

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?

Meine Meinung:

Dieser Roman ist wieder einer dieser Romane, der ganz anderes ist als man denkt. Man erwartet etwas ganz anderes, als in diesem Roman steckt und wird mit dieser Geschichte dann total überrascht.
Judes Vater leider an Alzheimer und als Jude eines Tages ein Motorrad im Schuppen findet, erkennt sie das dies eine wichtige Erinnerung für ihren Vater ist. Jude möchte die Maschine wieder flott machen und hofft dadurch dass ihr Vater den Kampf gegen den Alzheimer besiegen kann.
Zusammen mit ihrem Vater heuert sie den jungen Mechaniker Emilio an. Emilio Vargas. Dabei musste Jude einen Schwur leisten, sich nie mit einem Vargas einzulassen. Denn Emilios ältere Brüder haben einst die Herzen von Judes Schwestern gebrochen.
Und jetzt wird Jude den ganzen Sommer mit Emilio Vargas verbringen um zusammen mit ihm und ihrem Vater das Motorrad wieder flott zu bekommen. Kann Jude dabei Emilio wiederstehen? Und kann ihr Vater den Dämon Alzheimer besiegen.
Ab und an hatte ich mit Jude wirklich Probleme. Sie dachte wirklich dass das Motorrad die Erinnerungen ihres Vaters dauerhaft zurück bringen würde. Jude beschäftigt sich zwar mit ihrem Vater, aber nicht wirklich mit dessen Krankheit, sonst wüsste sie genau dass man diesen Dämon nicht besiegen kann. Außerdem störte es mich das sie sich von Mari alles vorschreiben lässt und nie etwas dagegen sagt.
Emilio konnte ich am Anfang nicht richtig einschätzen. Aber er ging entspannt mit der Situation von Judes Vater um. Er hatte Verständnis für sie und ihren Vater, auch wenn er nicht immer verstand um was es eigentlich geht. Aber durch seine Art schlich er sich langsam in Judes Herz.
Mari, Judes Schwester ging mir am Anfang ziemlich auf die Nerven. Aber irgendwann wurde sie dann sympathischer und ich habe verstanden warum sie Judes Lieblingsschwester ist.
Eigentlich erwartet man in diesem Roman eine Liebesgeschichte, aber man bekommt eben nicht eine typische Liebesgeschichte, sondern etwas ganz anderes. Die Autorin hat sich an das Thema Alzheimer heran gewagt und mich in manchen Szenen wirklich zum Nachdenken gebracht. Wie würde ich mich fühlen, wenn meine Erinnerungen verblassen würden? Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Das hat mir sehr gut gefallen.
Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt, aber und zu sind meine Gedanken beim Lesen abgedriftet. Ich merkte dass erst einige Zeilen später das ich gar nicht mehr richtig gelesen habe, sondern abgedriftet bin. Eigentlich sollte mich ein Roman fesseln und nicht abdriften lassen.

Fazit:

Ein sehr schöner Roman, der mehr enthält als man erwartet. Trotzdem hat mir irgendwas gefehlt. Deswegen reicht es nur zu 4 Sternen.

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