Silber – Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

Verlag: FISCHER FJB
Seiten: 416
Buchreihe: Ja (Teil 1 von 3)
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2013
Bewertung: 5 Sterne

Kurzbeschreibung:

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

Meine Meinung:

Das Buch liegt jetzt schon eine ganze Weile bei mir herum, ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen es zu lesen. Die XXL Leseprobe hatte mich einfach nicht angesprochen, deswegen habe ich das Lesen immer weiter vor mir her geschoben. So ging es mir aber auch damals mit Rubinrot und dann war ich im Nachhinein doch total begeistert, also griff ich zu diesem Buch und wurde nicht enttäuscht.

Olivia, von allen nur Liv genannt zieht mit ihrer Mutter, ihrer Schwester Mia und dem Kindermädchen Lottie nach London. Ursprünglich wollten die vier in ein Cottage ziehen, doch es gab eine Planänderung und so landen die vier in einer Wohnung in London, nicht weit weg von dem neuen Freund ihrer Mutter. Dann verkünden Livs Mutter und ihre neuer Freund, dass sie bei ihm einziehen sollen. Ernests Tochter ist gar nicht begeistert davon das Haus mit vier weiteren Personen zu teilen. Grayson ihr Zwillingsbruder scheint die Sache eher lockerer zu sehen. Nach dem Besuch bei Ernests Familie hat Liv einen sehr realen Traum, in dem auch Grayson auftaucht. Sie findet sich auf dem Friedhof wieder, mit seinen drei Freunden, die ein seltsames Ritual durch führen. Doch das war doch alles nur ein Traum. Aber woher wissen die vier Jungs dann in der Schule von Dingen, die in Livs Traum passiert sind und die sie eigentlich gar nicht wissen dürften?

Liv habe ich sofort in mein Herz geschlossen, sie war mir von Anfang an sympathisch und ich mochte einfach ihre Art. Auch ihre kleine Schwester Mia hat sofort mein Herz gewonnen. Die beiden sind einfach tolle Charakter. Genauso das Kindermädchen Lottie, sie ist einfach etwas ganz besonders und ich war dann schon etwas traurig als zur Sprache kam, das sie die Familie bald verlassen muss um ihr eigenes Leben zu leben.

Liv und Mia sind durch die Arbeit ihrer Mutter schon so oft umgezogen, das sie es gewöhnt sind an neue Schulen zu kommen. An ihrem ersten Tag lernt Liv auch die vier blonden Jungs kennen, für die alle Mädchen der Schule schwärmen. Die vier sind immer nur als Quartett unterwegs unter ihnen ist auch Grayson, Livs zukünftiger Stiefbruder.

Tja, als die vier Jungs das erste Mal erscheinen überlegt man sich als Leser schon ob Liv sich in einen der vier verliebt. Die Frage ist nur in welchen. Also mein persönlicher Favorit wäre ja Grayson gewesen und irgendwie hoffe ich immer noch ein kleines bisschen auf die beiden. Aber jetzt mal zu den vier Jungs, die wären Arthur, Jasper, Henry und Grayson. Was ich von Arthur halten soll, weiß ich einfach nicht. Er wird zwar ab und zu erwähnt aber irgendwie dann doch zu wenig um sich eine richtige Meinung bilden zu können. Tja, Jasper sieht zwar gut aus, scheint aber nichts im Kopf zu haben. Zumindest kommt er so rüber, er redet ohne Punkt und Komma und denkt nicht viel darüber nach was er eigentlich von sich gibt. Sehr zum Leidwesen seiner Freunde. Henry ist eher der ruhige Typ der vier, er warnt Liv auch vor den vier Jungs und er scheint Interesse an ihr zu haben. Er besucht sie nachts oft in ihren Träumen. Ehrlich gesagt weiß ich auch noch nicht wirklich was ich von Henry halten soll, ich hab irgendwie ein komisches Gefühl bei ihm. Dann wäre da noch Grayson, Livs zukünftiger Stiefbruder. So benimmt er sich ihr gegenüber auch, also wie ein großer Bruder. Er warnt Liv vor den vier Jungs, sagt sie soll Nein sagen, wenn die Jungs sie fragen. Er macht sich einfach Sorgen um sie. Irgendwie wäre er mein Favorit für Liv, auch wenn er mit Emely zusammen ist.

Die Idee der Geschichte ist wirklich interessant und mal etwas ganz anders, allerdings kamen beim Lesen einige Fragen auf. Ich hoffe jedoch dass diese im zweiten bzw. spätestens im dritten Teil beantwortet werden. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, ich kam nie ins Stocken und wollte einfach nur wissen wie es weiter geht. Deswegen hatte ich das Buch auch an einem Tag durch. Außerdem gibt es wieder einige Wendungen mit denen man als Leser einfach nicht rechnet, was mir sehr gut gefällt. So ist das Buch nicht so voraussehbar. Was mir auch gut gefallen hat, war das die Geschichte zwar noch weiter geht, aber man hat am Ende von Band 1 keinen extremen Cliffhänger, so dass das warten auf Band 2 eine nicht ganz so schwer fällt.

Fazit:

Wieder ein gelungener Auftakt für die neue Trilogie von Kerstin Gier. Das Buch verspricht Spannung und eine tolle Geschichte. Allerdings kommt diese Geschichte nicht an die Edelstein Trilogie heran, trotzdem gibt es 5 Sterne für diese schöne Geschichte.

Die Buchreihe


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