[Blogtour Tag 1] Alles nur (k)ein Mann

Herzlich Willkommen zu Blogtour von „Alles nur (k)ein Mann“ von Martina Gercke und Katja Schneidt.

Heute am ersten Tag der Blogtour findet ihr auf meinem Blog ein Interview mit der Autorin Martina Gercke. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Fragen und Antworten:

Liebe Martina bitte stell dich doch zu erst einmal den Lesern vor:
Ich bin am 15.9.63 in Gelsenkirchen geboren, aber in Karlsruhe aufgewachsen. Während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule habe ich mich aufgrund einer Wette (es ging um eine Kiste Sekt) bei Lufthansa als Flugbegleiterin beworben. Eigentlich völliger Blödsinn, denn ich war noch nie mit einem Flugzeug geflogen und hatte keine Vorstellung davon, was eine Flugbegleiterin eigentlich so macht. (Aber, Wetten an sich sind ja Blödsinn, insofern auch egal.) Zu meinem Erstaunen wurde ich damals genommen! Eigentlich wollte ich ja weiter studieren, aber dann dachte ich mir, probieren kann ich es ja mal und mir ein bisschen von der Welt ansehen, die ich bis dahin nur mit dem Auto bereist hatte. Nebenbei wollte ich studieren. Toller Plan, aus dem Probieren wurden letztendlich viele Jahre und das Studium habe ich an den Nagel gehängt.
Auf einem Flug nach Los Angeles habe ich dann meinen Mann Kay kennen gelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und wir haben genau fünf Monate später geheiratet. Anderthalb Jahr später wurde unsere Tochter geboren und im darauf folgenden Jahr unser Sohn.
Mein Leben war mehr oder weniger eine Anreihung von Zufällen und so ähnlich lief es auch mit meinem ersten Buch. Meine Schwiegermutter ist eine bekannte Schriftstellerin und hat mich immer motiviert doch auch zu schreiben, aber letztendlich waren es meine Kinder, die den Ausschlag gegeben haben. Deshalb waren meine ersten Geschichten auch Jugendbücher, bis ich meine Vorliebe zu Liebesromanen entdeckt habe.
Da ich nach wie vor als Leiterin der Kabinencrew (Purser) auf Langstreckenflugzeugen arbeite, schreibe ich überall auf der Welt, wann immer es meine Zeit zulässt und mich der Jetlag nicht zu sehr plagt.
Ansonsten wohne ich zusammen mit meinem Mann und den Kindern in meiner Lieblingsstadt Hamburg, die auch häufig Schauplatz meiner Bücher ist.

Du bist beruflich ja sehr viel auf der Welt unterwegs. Lässt du dich von den Orten die du siehst inspieren? Oder von Personen die bei dir mitfliegen?
Ja. Ich habe das Glück, das mein Beruf als Purser mich in alle Ecken dieser Welt bringt und ich viele Eindrücke bekomme, die ich in meinen Geschichten verarbeiten kann! Das Buch an dem ich gerade schreibe, spielt in New York und London! Da ich beide Städte gut kenne, fällt es mir leicht die Atmosphäre und Plätze dort zu beschreiben!

Ich arbeite im Flugzeug für gewöhnlich mit vielen jungen Frauen zusammen und bekomme viele persönliche Geschichten erzählt, die gelegentlich auch mit in meine Bücher mit einfließen oder mich inspirieren! In einem Flugzeug passieren so viele verrückte Sachen mit Gästen und Crew, damit alleine könnte ich ganze Bücher füllen. Also ein ständiger Quell an Inspiration und oft Ort für unfreiwillig komische Situationen.

Wie seit ihr (Katja & Du) auf die Idee gekommen zusammen ein Buch zu schreiben?
Katja hat mich letztes Jahr per E-Mail angeschrieben und wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass wir uns sympathisch sind. Nach etlichen E-Mails folgten stundenlange Telefongespräche und dann, drei Monate später ein persönlicher Besuch von mir bei Katja in Büdingen. Katja und ich sind seelenverwandt so viel ist sicher und so war es mehr als selbstverständlich, dass wir zusammen ein Buch schreiben würden. Die Idee für ein Buch war auch schnell gefunden, nur die Umsetzung hat uns einiges Kopfzerbrechen bereitet. Schreiben wir abwechselnd ein Kapitel oder schreibt jede von uns eine Figur. Letztendlich hat jede soweit geschrieben, wie sie Zeit und Lust hatte und es dann per Mail der anderen zugeschickt, damit diese dann weiter machen konnte. 
Das hört sich nach einer richtig tollen Freundschaft zwischen dir und Katja an. Wie oft seht euch den?
Durch die große Entfernung Hamburg – Büdingen (Hessen) sehen wir uns leider nicht so oft, wie wir es gerne würden. Ich versuche regelmäßig nach Frankfurt zu fliegen, aber mit Familie und Beruf bleibt da leider auch nicht viel Zeit. Dafür telefonieren wir fast jeden Tag mit einander. Katja ist ein ganz wichtiger Mensch in meinem Leben und eine der tollsten Frauen, die ich kenne. Ich würde es als eine tiefe Freundschaft bezeichnen und wir sind gemeinsam schon durch Höhen und Tiefen in unserem Leben gegangen. Ich bin dem Schicksal dankbar, dass wir uns begegnet sind.
Zurück zum Buch – Heißt das ihr habt jetzt jede eine Figur geschrieben oder ihr habt euch abgewechselt beim Schreiben und jede, hat jede Figur geschrieben?
Wir haben lange überlegt, wie wir es machen und letztendlich war es dann so, dass jede von uns solange geschrieben hat wie sie Lust und vor allem auch Zeit hatte.(Wenn ich zum Beispiel zum Flug musste, hat Katja übernommen …)   Wir haben uns nicht auf Szenen oder Figuren festgelegt. Man kann also sagen, dass die Geschichte beim Schreiben entstanden ist. Ich war manchmal überrascht, was die Figuren bei Katja gemacht haben oder umgekehrt. Sehr spannend und eine völlig neue Erfahrung, wenn man sonst als Einzelkämpfer vor seinen Manuskripten sitzt und nur mit den eigenen Gedanken arbeitet.
Jeder Autor hat seinen eigenen Schreibstil. Im Buch merkt man allerdings nicht das zwei Autoren daran geschrieben haben. Habt ihr beiden den gleichen Schreibstil oder habt ihr versucht euch einander anzupassen?
Natürlich haben Katja und ich jeder einen anderen Schreibstil. Katja kommt ja aus der Sachbuchecke und ich aus dem Chick-Lit Bereich. Wir haben versucht unseren Stil, dem des anderen etwas anzupassen und dabei unseren gemeinsamen Stil zu finden. Dazu war es nötig, dass wir uns gegenseitig Verbesserungsvorschläge gemacht haben zu den Textstellen des jeweils anderen, bis es stimmig war. Allerdings muss man sagen, dass es uns im Verlauf des Schreibens immer leichter fiel und es am Ende kaum noch Abweichungen voneinander gab. Einziges Problem waren die Logikfehler, die sich gelegentlich eingeschlichen haben. Deshalb sind wir das gesamte Manuskript am Ende unabhängig voneinander noch einmal durchgegangen. Wenn man zu zweit schreibt, hat man nicht immer alles so genau im Kopf wie alleine.
Wie lange hat es von der Idee über die Umsetzung bis hin zur Veröffentlichung gedauert?
Der ganze Vorgang hat ungefähr vier Monate gedauert, da wir beide parallel noch andere Projekte hatten.
Wie seid ihr auf die Idee zur Geschichte gekommen?
Bei einem unserer stundenlangen Telefongespräche (Gott sei Dank gibt es Telefonflatrates!) hatten wir die zündende Idee. Ein Wort gab das andere und plötzlich war der Plot in seinen Grundzügen da. Die Feinheiten haben wir erst im laufenden Schreibprozess besprochen.
Was würdest du sagen, bist du eher eine Greta oder eine Marie?
Okay, da will ich mich jetzt mal outen. Ich bin vom Typ her eher Greta. Wobei ich sagen muss, dass natürlich in beide Figuren ein Teil von uns eingeflossen ist. Aber mir persönlich ist Greta sympathischer, da ich eher ein spontaner Mensch bin. Wäre Tim mein Freund gewesen, dann hätte ich ihn in die Wüste geschickt!!!!!

Gibt es etwas was du deinen Lesern unbedingt mal sagen willst?
Ich schätze mich sehr glücklich, dass so viele Leser meine Bücher gefunden und mich unterstützt haben. Ich glaube, es gibt für einen Autor nicht erfüllenderes als eine positive Rückmeldung von seinen Lesern. Das ist die schönste Belohnung und ein Geschenk, wenn mir eine Leserin schreibt, dass ihr meine Geschichten ein paar schöne und unterhaltsame Stunden bereitet haben. Das ist es warum und wofür ich schreibe.
Liebe Leser und Leserinnen, ihr seid das Beste, was mir passiert ist und ich bin jeden Tag dankbar, dass ihr an meiner Seite seid und mich unterstützt. Ihr habt mir geholfen, dass ich meinen Traum leben kann und dafür danke ich euch von ganzem Herzen.

Morgen geht es dann übrigens auf Schluesselreiz weiter. Bei hier gibt es dann eine Homestory mit Martina.
PS: Wenn ihr den roten, fetten Buchstaben von oben nach unten folgt, dann erhaltet ihr Wörter. Jeden Tag gibt es in den Beiträgen versteckte Wörter die am Ende einen Satz ergeben. Diese schickt ihr dann bis zum 2. März 2014 an buecher.hexe@yahoo.com
Zu gewinnen gibt es drei mal das eBook „Alles nur (k)ein Mann“ und 3 Überraschungspakete. 
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4 comments

  1. Anonymous says:

    Ja ein sehr schönes Interview und ich kann jeden Satz von Martina nur bestätigen. Ich freue mich auf weitere Projekte!
    Liebe Grüße Katja

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