Lost on Nairne Island von Eileen Cook

Verlag: Ueberreuter Verlag
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 19. Juli 2013
Bewertung: 4 Sterne

Kurzbeschreibung:

Isobel hat nur noch ein Jahr bis zum Schulabschluss. Da passt es ihr gar nicht in den Kram, dass ihre Mutter wieder heiratet, und dann auch noch den aalglatten Richard. Auch sein – zwar unheimlich gutaussehender, aber unfreundlicher – Sohn Nathaniel kommt so in Isobels Leben. Gemeinsam übersiedelt die Patchworkfamilie in das herrschaftliche Anwesen Richards auf einer Insel vor der Küste Oregons. Isobel fühlt sich fremd und alleine auf der Insel und dann erscheint ihr in dem alten Haus der Geist von Nathaniels toter Schwester, der sie auf die Spur eines Verbrechens führt. Hat Richard etwas damit zu tun? Oder Nathaniel?

Meine Meinung:

Isobels Mutter hat wieder geheiratet und das ausgerechnet Richard, den Isobel einfach nur Dick nennt. Deswegen muss Isobel jetzt umziehen und das ausgerechnet in vor ihrem letzten Schuljahr. So ziehen Isobel und ihre Mutter auf die Insel Nairne Island zu Dick und seinem Sohn Nathaniel.

Doch in dem Haus von Dick scheinen komische Dinge vorzugehen, plötzlich sieht Isobel Geister und glaubt dass sie langsam verrückt wird. Doch wer steckt dahinter? Oder wird sie wirklich langsam verrückt?

Isobel ist in interessanter weiblicher Hauptcharakter, da ihr Vater unter Schizophrenie leidet, hat Isobel Angst diese Krankheit auch zu bekommen. Und durch die Vorfälle die in ihrem neuen Haus beginnen, fühlt sich Isobel langsam selbst so bzw. sie weiß selber nicht so richtig was sie glauben soll.
Nathaniel ist Richards Sohn, am Anfang verhält er sich Isobel gegenüber ziemlich unfreundlich. Doch dann wagen die beiden einen Neustart und kommen sich sogar näher.
Nate konnte ich schlecht einschätzen, meint er es ehrlich oder hat er andere Gedanken.
Eigentlich hat man bei jedem Charakter im Buch seine Hintergedanken, man sucht als Leser die ganze Zeit für eine Erklärung für das was Isobel passiert. Und da hat man dann mal zweitweise wirklich jeden in Verdacht.

Isobels Mutter mochte ich nicht besonders, sie hält ziemlich viel zu Richard und lässt sich auch viel von ihm einreden. Das Mutter – Tochter Verhältnis scheint nie besonders gut gewesen zu sein, aber die Heirat mit Richard macht dieses nicht gerade besser.
Richard konnte ich von Anfang an nicht leiden, ich weiß nicht warum, aber mit ihm kam ich einfach nicht zu recht. Was auch ein bisschen an seiner Art und dem Umgang mit seinem Mitmenschen liegt.

Neben den Charakteren der Familie gibt es z.B. auch noch Nicole. Sie ist das beliebteste Mädchen der Schule. Schnell schließt sie Freundschaft mit Isobel, will aber über diese eigentlich nur an Nathaniel heran kommen. Nicole war mir auch unsympathisch, ihr Verhalten fand ich einfach daneben.

Die Geschichte ist ziemlich interessant, ständig passieren seltsame Dinge und man überlegt, wer dahinter steckt oder ob es wirklich Geister gibt. Es ist ziemlich verzwickt und man kommt als Leser auf die wildesten Gedanken, wer oder was für das alles verantwortlich sein könnte.
Gegen Ende des Buches gab es dann einige Aufklärungen wo ich nur dachte, wow damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet.
Einzige Kritikpunkt, die ganze Sache wurde meiner Meinung nach zu schnell aufgeklärt. Es war zwar spannend, aber irgendwie auch recht kurz gehalten. Das hätte ich mir einfach anders gewünscht, aber sonst hat mir das Buch sehr gutgefallen.

Das Buch wird aus der Sich von Isobel erzählt, der Schreibstil der Autorin lässt einen richtig in Isobel rein fühlen so dass man selber manchmal zweifelt was man gelesen hat und überlegt was jetzt da eigentlich los ist.

Fazit:

Eine schöne Geschichte zum Rätseln, gibt es wirklich Geister oder steckt jemand dahinter? Isobel hat mich dabei total überzeugt. Einzige Kritikpunkt, die schnelle Aufklärung, die hätte ich mir wie oben erwähnt etwas spannender gewünscht. Deswegen vergebe ich für dieses Buch 4 Sterne.
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